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SchwallköppDie "Schwallköpp - History" - oder "So fing alles an ..."
Na ja, holen wir mal ganz weit aus:
Anfang der 80ziger Jahre organisierten Blumenthaler Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren eine Karnevalssitzung. Da kein Geld vorhanden war, um Künstler zu verpflichten, entschloß man sich, das Programm mit eigenen Kräften zu gestalten. Das Programm der Sitzung sollte vom Musikverein Blumenthal begleitet werden. Aber was war nach der Sitzung? Die Leute sollten doch zum Tanz dableiben.
Da konnte man doch Geld verdienen !
Also wurde noch schnell eine Band geboren. Sieben Leute waren wir, mehr oder weniger talentiert. Der Entschluß war bei einigen Glas Bier gefallen, aber nun gab es kein zurück mehr !
Peter Ronig (Trompete), Michael "Mike" Klein (Saxofon), Paul "Päule" Klein (Saxofon, Gesang), Michael "Mikesch" Ronig (Posaune), Herbert "Hebbi" Grüning (E-Bass und Gesang), Christof "Töff" Weimbs (Keyboard) und Christof "Dedi" Dederichs (Schlagzeug und Gesang) wollten es mal probieren.
Aber schon kamen die Probleme. Beim ersten Treffen stellten wir fest: "Wir brauchen Noten, eine Orgel, ein Mischpult, Verstärker und Boxen !" – "Ach ja, Mikros brauchen wir ja auch noch !" Na dann "Prost ! Ab ins Auto und zum nächsten Musikfachgeschäft !" (Damals Braas in Gemünd, neben dem Gemünder Hof). Da gab es zwar alles, aber wir konnten dies einfach nicht bezahlen. Also schlichen wir – mit der ersten Euphoriebremse versehen – wieder raus aus dem Geschäft. Aus Anstand hatten wir aber drei ganz, ganz billige Mikros gekauft.
Zu Hause bzw. im Proberaum bei "Hebbi" angekommen die erste Krisensitzung: Peter erinnerte sich an seinen Onkel Paul, der machte Tanzmusik mit "The Set", der hatte doch bestimmt Noten. Und "Hebbi" fiel ein, daß sein Vetter Organist bei den "New Diamonds" war und er mal fragen könne wegen Verstärker, Boxen, Orgel u.s.w. ...
Gesagt, getan. Peter wühlte mit "Onkel Paul" Noten durch, und "Hebbi" organisierte bei seinem Vetter doch glatt eine gebrauchte Orgel, einen gebrauchten Mischverstärker und Boxen.
Ab jetzt wurde geprobt, was das Zeug hielt. Meistens jedoch mit dickem Kopf am Sonntagmorgen, da "Päule" und "Mike" die Woche über studierten. Trotzdem bekamen wir so 25 bis 30 Stücke einigermaßen auf die Reihe, wenn auch mehr schlecht als recht.
Die Karnevalssitzung und auch der anschließende Tanz wurden ein voller Erfolg. Im darauffolgenden Jahr spielten wir noch zwei, drei Tanzveranstaltungen, und auch nach den Karnevalssitzungen spielten wir wieder zum Tanz auf.
Dann folgte der erste Schlag für unsere noch junge Band. Christof "Töff" Weimbs ging studieren und hatte keine Zeit mehr. Auch "Päule" und "Mike" mussten wegen ihres Studiums kürzer treten.
Die Band ruhte jetzt. Kurz vor Karneval kamen dann Peter und Michael Ronig sowie "Dedi" auf die Idee, einen Programmpunkt in der Karnevalssitzung musikalisch zu gestalten. Bekannte Melodien wurden mit eigenen Texten versehen. Das Schreiben dieser Texte machte enormen Spaß, es gab wirklich sehr viel zu lachen, aber der Erfolg auf der Sitzung war eher mäßig – und die Musik schlecht bis ganz schlecht.
Unter den Besuchern befand sich damals auch Karl-Heinz "Kalle" Lorbach, dem dies direkt auffiel. Er meinte nur: "Jungs, dat geht auch besser !" Kalle ist ein guter Gitarrist und hatte eine eigene Band namens "Litera ELL" (die es übrigens auch immer noch gibt !). "Kalle" wollte bei uns einsteigen, aber keine Tanzmusik machen. Für einen Auftritt auf der Karnevalssitzung würde er aber gerne zur Verfügung stehen. Dafür kehrten uns "Töff" und "Hebbi" nunmehr entgültig den Rücken.
Auf der nächsten Karnevalssitzung standen dann Peter, "Mike", "Päule", "Mikesch", "Dedi" und "Kalle" gemeinsam auf der Bühne. Wir sangen wieder bekannte Lieder mit eigenen Texten. Artiger Applaus des Publikums war die Folge. Dann spielten wir als Zugabe noch "Ich ben ene Räuber" von den Höhnern, und der Saal tobte ...
Das gab uns zu denken. Noch am selben Abend entschlossen wir uns dazu, nur noch gecoverte Titel der bekannten Kölner Musikgruppen zu spielen !
Das ganze Jahr über passierte nicht viel, nur dass "Kalle" die Band nach einem Jahr schon wieder verlassen hatte. Er verschwand genau so schnell, wie er aufgetaucht war. Jetzt standen wir ohne Gitarristen da.
Auch "Mikesch" hatte seine große Liebe gefunden und trat aus der Band aus.
Ein Glück, daß wir durch "Kalle" dessen Bruder Rainer kennengelernt hatten. Der machte ab sofort bei uns mit und brachte auch noch seinen Bruder Klaus "Lorri" Lorbach mit. So spielte die Band in folgender Besetzung :
Rainer Lorbach (Bass), Klaus "Lorry" Lorbach (Gitarre), Peter Ronig (Trompete und Gesang), Paul "Päule" Klein (Saxofon und Gesang), Christof "Dedi" Dederichs (Schlagzeug und Gesang) und Michael "Mike" Klein (Keyboard). "Mike" hatte dieses Keyboard von seiner Frau geschenkt bekommen. In dieser Besetzung spielten wir einige Jahre ausschließlich auf der Blumenthaler Karnevalssitzung Stücke von den Höhnern, Bläck Fööss, Paveiern u.s.w. Als Schlußauftritt brachten wir den Saal regelmäßig zum Kochen.
Die Brüder Klaus und Rainer Lorbach engagierten sich toll für unsere Band und wurden zu echten Führungspersonen. Außerdem hatten sie Ahnung von der Musikanlage ! So wurden die ersten guten Mikros und ein 12-Kanal-Mixer angeschafft.
Christof "Dedi" Dederichs wechselte vom Schlagzeug in den Frontbereich der Band. "Lorry" und Rainer brachten ihren Neffen Marc Wirtz, einen echt guten Schlagzeuger, mit. Marc war damals zwar erst 18 Jahre jung, aber vom Charakter paßte er sehr gut zu uns.
Wir spielten im folgenden Jahr wieder auf der Blumenthaler Sitzung. Diesmal war die KG Rot-Weiß Reifferscheid samt Prinz, Prinzessin und Gefolge zu Gast. Als wir unsere Stimmungslieder und ein paar Sketche vortrugen, bebte wie üblich der Saal. Das beeindruckte die Reifferscheider sehr, und sie verpflichteten uns spontan für ihre Prinzenproklamation im darauffolgenden Jahr.
Auch andere Karnevalsvereine waren inzwischen auf uns aufmerksam geworden und wollten uns verpflichten. Leider hatte die Band aber noch keinen Namen. So wurden wir von den Sitzungspräsidenten immer "Die Männ us Blomendall" oder "Blomendaller Jonge" genannt. Geprobt wurde jetzt im Keller von "Lorry’s" und Rainer‘s Mutter Hedwig.
Im darauf folgenden Jahr trennte sich Michael "Mike" Klein von seiner Frau, und leider auch von uns.
Wieder hatten wir einen Musiker verloren. "Lorry" hatte aber schnell eine Idee: Er hatte einen guten Freund, der spielte Bass. Wenn Rainer Keyboard spielen würde, was er ein wenig konnte, wäre das Problem gelöst. Und so stieß Klaus Stoff als Bassist zu uns, Karnevalsmucke war zwar nicht unbedingt sein Ding, aber versuchen wollte er es mal.
Beruflich bedingt verabschiedete sich dann ein Jahr später auch "Päule" von der Band.
Rainer hatte mittlerweile, zusammen mit seinen Brüdern in seinem eigenen Keller ein kleines Studio, mit einem Proberaum, einem extra Aufnahmeraum und einer kleinen Bar eingerichtet. Da wir immer noch "Die Männ us Blomendall" oder "Blomendaller Jonge" genannt wurden haben wir hier auch oft gesessen und über einen neuen, geeigneten Bandnamen nachgedacht, aber uns fehlte die zündende Idee ...
Trotz der erstklassigen Probemöglichkeiten müssen wir rückblickend zugeben, daß auch zu diesem Zeitpunkt unsere Musik recht mäßig war. Besonders der Gesang ließ sehr zu wünschen übrig. Und so kam es, daß irgendein Elferatsmitglied an der Theke über uns meinte: "Wat die Männ maache, es doch nur Thekenschwall !" Das Wort "Thekenschwall" blieb bei uns hängen !
Thekenschwall, im Grunde genommen war das zwar eine Beleidigung für unsere Musik, wenn es auch zu diesem Zeitpunkt eher zutraf, denn "Schwall" bedeutet so ungefähr: "Dummes Zeug lauthals herum verbreiten und herumposaunen."
Einige Tage später, wieder im Proberaum, meinte Rainer auf einmal: "Na gut, dann senn mir eben: De Schwallköpp" ! Damit hatte die Band endlich einen Namen.
Klaus Lorbachs Frau Gudrun, eine gelernte Schneiderin, nähte uns das erste einheitliche Outfit. Außerdem wurden T-Shirts, Sweatshirts und Kappen mit der Aufschrift "Schwallköpp" angschafft.
Mit neuem Outfit und Selbstbewußtsein absolvierten wir die nächste Session. Nach den Auftritten wurde oft noch einer "zur Brust genommen". Aber irgendwie kam es jetzt immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten, die Proben machten auch keinen richtigen Spass mehr, aber die Auftritte in der Session haben wir doch noch ganz gut hinbekommen.
Nach Karneval war, wie immer, erst mal einige Monate Pause. Erst im Herbst mußten wir langsam wieder mit den Proben beginnen. Die Stimmung war immer noch schlecht, manche Proben wurden mangels Interesse abgesagt.
Eines Abends eskalierte der Streit, Klaus und Rainer Lorbach stiegen zum sofortigen Zeitpunkt aus !
Marc, Klaus, Peter und "Dedi" standen nun alleine da. "De Schwallköpp" drohten auseinanderzufallen. Sofort wurden alle Termine für die kommende Session abgesagt !
Peter Ronig meinte, man sollte sich doch nochmal zusammenraufen und wenigstens den Gig auf der Karnevalssitzung in Blumenthal spielen. Doch Klaus und Rainer waren nicht zu überreden. Nun war guter Rat teuer: Da fiel "Dedi" ein, daß er einen Arbeitskollegen hatte, der Gitarre spielte. Es war Marco "Kookie" Kiunka, Gitarrist der bekannten Tanzkapelle "Cadillacs". Es wurde telefoniert, und "Kookie" sagte nach kurzer Bedenkzeit zu. Da die "Cadillacs" den Karneval mieden wie der Teufel das Weihwasser, hatte er auch Zeit dazu. Außerdem meinte er, wenn er schon fast in Blumenthal wohne, könne er ja auch auf der dortigen Karnevalssitzung auftreten.
Gesagt, getan. Kurzerhand wurden ein paar Stücke ausgesucht und mit "Kookie" eingespielt. Nun war "Kookie" von den "Cadillacs" eine andere Qualität von Musik gewohnt als unsere. Diese wollte er uns auch vermitteln, oder er versuchte es wenigstens. Jedenfalls wurden plötzlich Dinge wichtig, an die wir vorher nie gedacht hatten.
4 oder 5 gemeinsame Proben hatten wir, dann mußten wir auftreten. Das Publikum war gut in Stimmung, und wir hatten viel Spaß. Besonders "Kookie", der hatte richtig Spaß.
Nach Karneval trafen wir uns bei ein bis zwei Kästen Bier und sprachen über die Zukunft. "Kookie" hatte der Auftritt so viel Spaß gemacht, daß er weiter mitmischen wollte. Ausserdem wurde beschlossen, das wir auch nach einem neuen Keyboarder Ausschau halten sollten. Marc erinnerte sich an einen alten Bekannten "Frank Schumacher ist ein genialer Typ und ein guter Keyboarder, der auch Gitarre spielen kann, der würde gut zu uns passen". Frank "Pfanne" Schumacher war nicht abgeneigt und wurde zu einem Gespräch eingeladen. Bei einigen Bierchen kamen wir schnell zur Sache, und Frank sagte zu.
Somit waren "De Schwallköpp" in folgender Besetzung neu formiert:
Peter Ronig (Gesang und Trompete), Christof "Dedi" Dederichs (Gesang), Marc Wirtz (Schlagzeug), Klaus Stoff (Bass), Marco "Kookie" Kiunka (Gitarre und Gesang), Frank "Pfanne" Schumacher (Keyboard, Gitarre und Gesang).
Ach ja, da Rainer Lorbach nicht mehr bei uns mitmischte, brauchten wir ja auch einen neuen Proberaum. Auch hier hatten wir schnell etwas gefunden. "Kookie" ließ seine Kontakte spielen, und wir konnten den Probenraum der "Cadillacs" mitbenutzen. Dieser befindet sich in Hollerath, in einer umgebauten alten Werkstatt. Besitzer ist Norbert "Crow" Dahm, von Ihm später mehr.
Bei "Crow" hatten wir für wenig Geld eine musikalische Bleibe gefunden, die im Winter auch immer gut beheizt war. Es wurde Geld in eine neue Anlage investiert, von nun an sollte es bergauf gehen. "Kookie" und "Pfanne" brachten uns weiter, die Qualität unserer Musik nahm spürbar zu. Wir starteten auch unsere erste Werbekampagne und bekamen viele Aufträge.
Norbert "Crow" Dahm schaute immer öfter bei unseren Proben rein. Als Keyboarder des Duos "Los Jonn" war auch er ein guter Musiker. Anscheinend gefiel ihm unsere Musikrichtung, denn eines Tages ließ er verlauten, daß er Lust habe, bei uns die "Quetsch" zu spielen. Gerne nahmen wir dieses Angebot an, Norbert wurde ein "Schwallkopp".
Da die Sääle, in denen wir spielten, immer größer wurden, mußten wir nochmal in unsere technische Ausrüstung investieren, wir kauften uns unsere eigene PA-Anlage. Da wir teilweise mehrere Auftritte an einem Abend haben, mussten wir uns, zum schnellen Auf- und Abbau bzw. zur Bedienung der neuen Anlage, auch um eine geeignete Technikcrew umschauen. Da erinnerten wir uns an Klaus "Lorry" Lorbach, der zwischenzeitlich auch ein kleines Studio in seinem Keller eingerichtet hatte. "Lorry" hatte sofort Interesse und kümmert sich seit dem, zusammen mit Peter "P" Gilles um die Technik und vernünftigen Sound auf der Bühne und in den Säälen.
Da auch immer häufiger Anfragen kamen, ob wir nicht auch ausserhalb der Karnevalssession "Jet Musik maache könne", haben wir beschlossen unser Stückerepertoire so zu erweitern, das wir in der Lage sind "Kölschabende" anzubieten und mit unserem Programm ausreichend zu gestalten.
Am 10.12.2005 war es dann soweit, erster Kölschabend mit "geladenen Gästen" im top sanierten und weiter ausgebauten Proberaum. Die Stimmung war echt gut, hat uns richtig Spass gemacht und den Gästen hat es so gut gefallen, das einige schon gar nicht mehr nach Hause wollten ...
Da mittlerweile auch ausserhalb der Karnevalssession weiter kräftig geprobt wird und Auftritte anstehen, wurde es Marc, der neben den "Schwallkoepp" auch noch andere Verpflichtungen hat, dann doch zu viel. Marc hat uns am Ende der Karnevalssession 2006 verlassen.
Als Ersatz für Marc haben wir uns dann für Bernhard Frauenkron entschieden, der mittlerweile, nach kurzer, harter Einarbeitungszeit, auch schon seine ersten ca. 100 Feuertaufen hinter sich gebracht hat.
Nach der Karnevalssession 2009 hat uns Norbert "Crow" Dahm verlassen, da er mit anderen musikalischen Angelegenheiten einfach zu viel um die Ohren hat ...
Nach der Karnevalssession 2010 hat uns auch Kookie verlassen, damit er "Crow" bei dessen anderen musikalischen Ambitionen tatkräftiger unterstützen kann, nichts für ungut, viele Grüße an 2old4U
Als Ersatzspieler für Kookie wurde direkt im Anschluss Maik Böschen verpflichtet
Unsere aktuelle Besetzung ist:
Christof "Dedi" Dederichs (Gesang), Peter Ronig (Trompete, Gesang), Klaus Stoff (Bass), Maik Böschen (Gitarre), Frank "Pfanne" Schumacher (Keyboard, Gitarre, Gesang), Bernhard Frauenkron (Schlagzeug, Gesang).
Techik und Roadcrew:
Klaus "Lorri", Niklas und Gudrun Lorbach.
FAZIT:
EURE SCHWALLKÖPP |
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